hinterhofpoet

  Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   sms.at-nick



http://myblog.de/hinterhofpoet

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ende

Jetzt bist du da. Aber du bewegst dich nicht. Kein Zucken, kein Wort. Du sitzt einfach nur da und siehst mich an mit deinen dunklen Augen. Augen, so voll von sanftem Wahnsinn. Du sitzt so einsam da, obwohl nur wir beide da sind. Nur zögerlich wagst du einen neuen Blick. Und mir wird so schwer ums Herz, weil ich weiß, dass du so weit weg bist, obwohl du doch mir gegenüber sitzt. Und hätte ich einen Wunsch jetzt, würde ich mir wünschen, dass ich schwimmen könnte. Weil vielleicht könnte ich mich dann von deinem Blick lösen und ans rettende Ufer schwimmen. Was ist wirklich aus uns geworden? Sind wir wirklich nur mehr dazu bestimmt, einfach dazusitzen und uns starr anzustarren? Bleibt wirklich nichts mehr? Du hast mein Herz ausgeliebt, jetzt ist es leer. Ich werde wohl nichts mehr fühlen können. Für dich schon, aber für sonst keinen mehr. Und ich denk einfach wieder an den Tod. Ohne Wertung, dieses Mal. Ich lege all die Wünsche ihn betreffend für diesen Moment ab. Ich denke darüber nach, ob ich jetzt lächeln würde, wenn du mich küsstest. Aber das ist ja eh nicht möglich mehr. Denn du sitzt ja nur starr da und zeigst keine Regung. Du weinst nicht einmal, obwohl alles zum Weinen da wäre. Die Trennung, die Situation. Und ich wünsche mir, es wäre wieder so wie damals, als ich dich einfach angesprochen habe. Und ich habe wieder damit angefangen zu erzählen, dass es wichtiger sei zu lieben als geliebt zu werden. Aber du, und deshalb liebe ich dich, hast mich gefragt, warum dass so sei. Und ich wusste, ich muss dir eine andere Antwort geben als „weil es eben so ist“. Du wärst damit nicht zufrieden gewesen. Und ich habe dir alles erzählt, vom Sterben und vom Leben. Vom Nehmen und vom Geben. Und jetzt sitzt du einfach nur mir gegenüber und versuchst zu weinen. Aber ich habe dich so emotional ausgeleert, so liebten wir uns. Und du kannst einfach nicht mehr weinen, du kannst dich nicht mehr freuen, alles ist leer. Und ich will deine Hand nehmen. Ach, sie war ja immer so warm und sanft. Du stößt mich weg. Deine Hände waren eh kalt. Ach, ich erinnere mich noch an die erste Berührung unserer Hände. Ich gab dir eine Zigarette und ich habe mich in dich verliebt. In der Zehntelsekunde, die sich unsere Fingerspitzen berührten. Und ich hab deine Hand fast nie mehr losgelassen. Aber jetzt ist alles aus. Mit dir, dachte ich immer, könnte ich die Welt verändern. Jeden Moment. Aber ohne dich bin ich wie ein Actionfilm ohne Held, wie eine Milliarde ohne alle Nullen. Einfach nur mehr nichts wert. Aber es ist aus. Muss es sein. Aber mir fällt kein Grund ein. Es gibt auch keinen. Es muss aber aus sein. Ohne, dass jemand auch nur an Weinen denkt. Auch wenn ich damit riskiere, dass wir beide zugrunde gehen. Tun wir auch, wenn es aus ist. Aber ich hasse dich. Weil ich dich liebe.
7.3.06 13:53
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


drdr_ (2.4.06 01:11)
junge, du hast ne therapie nötig. so depressiv wie du bist..


ina (15.8.06 18:03)
hej...ich find das echt total schön/traurig was du da schreibst...großen respekt..wirklich...

lg

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung