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Immer weiter...

Du kannst keinen geraden Schritt mehr tun. Du wankst spazieren, jeder Gedanke um sie kreisend. Deine Seele schmerzt so, du fühlst dich schuldig und weinst. Du gehst nur ein paar Minuten, aber die Schuldgefühle machen Stunden daraus. Du rauchst mehr als sonst, du wirst trauriger. Du jammerst und sagst kein Wort, weil einfach kein Wort deine Stimmung wiedergeben könnte. Du bist hoffnungslos und zweifelst an allem. Jeder, der dir begegnet, hat nichts zu sagen, weil du gar nichts mehr wahrnimmst. Du wankst herum und hast Angst. Du kommst wieder nachhause, hämmerst auf deine Tastatur ein und versuchst alles in Worte zu fassen, es fällt jetzt leichter, aber es ist immer noch schwer. Du schreibst ihr ein SMS, rufst sie an. Nichts kommt zurück. Du glaubst, sie hasst dich jetzt. Du weißt gar nichts mehr, du zitterst und musst dich setzen. Dein Herz rast immer noch und kein Ende in Sicht. Alles tut dir weh und du fragst dich, wie es so weit kam. Es ist immer deine Schuld und du weißt das. Du dankst ihr für ihre Geduld, weil das nicht selbstverständlich ist. Du jammerst nur und benimmst dich nicht gut. Du wunderst dich über gar nichts mehr, was um dich passiert. Weil einfach alles egal ist, wenn du weißt, dass sie böse auf dich ist. Du denkst an nichts anderes mehr, du lachst nicht mehr und du hast einfach keine Lust auf etwas. Du willst nur ein Wort von ihr hören, so dass du wieder beruhigt bist. Dass es wieder in Ordnung ist, was du vorher verbrochen hast. Du rufst sie noch einmal an. Wieder nichts. Hoffentlich ist sie nicht noch verärgerter als vorher und dann will sie dich gar nicht mehr und dann… Du willst gar nicht mehr weiterdenken, weil du einfach schon traurig genug bist. Du hättest es gerne, wenn du einfach die Zeit zurückstellen könntest und das alles wäre nie passiert. Du willst dich einfach nur mehr übergeben. So als ob du deine Probleme auskotzen könntest. Aber das geht nicht und so wartest du weiter… Immer weiter..
21.8.07 18:21


Ex.

Alles, was so nah schien, ist in weite Ferne gerückt. Alles, was fast schon bekommen, zollt der Sehnsucht Tribut und verschwindet mit einem Wort. Alles Schöne, was gerade noch berührt, hat sich verwischt und ist nur mehr lose aneinander gereihte Farbe. Alles, was so eben noch gehofft, dreht sich im Wind und wird Enttäuschung. Alles Traumhafte erliegt des Weckers lautem Ton. Alles, was gewonnen schien, war einfach nach Stunden schon wieder verloren und nie wieder gesehen.
Monotonie des Alltags wirkt trist und lässt jede Gedanken um Wochenende und Abwechslung kreisen und das Bett sehnt sich nach dem Wochenendsatin, weil es die Wochentagsbaumwolle hasst. Alles, was einem an die Traurigkeit des Alltags erinnert, hasst man vom ersten Tag an. Diese Langeweile, Tristesse und Hässlichkeit lässt einen schon vom Anfang an glauben, dass dies die Indikatoren der neuen Alltäglichkeit sind. Und schon am zweiten Tag bestätigt sich das. Man sehnt sich nach allem, was die vorher gekannte Freizeit geliebt: Schönheit, Zärtlichkeit und manchmal deine Stimme. Verschwendet scheint alles, was diesen Gefühlen und dem Erlebnis dieser Gefühle fern ist. Nie im Leben wird etwas wieder schön sein, wie diese Dinge.
Dein ganzes Leben lang wirst du dich nach diesen Dingen sehnen, aber du weißt ganz genau, dass du es nie wieder bekommen wirst. Du bist traurig, wenn du sie siehst, wenn sie mit ihrem neuen Freund an dir vorüber geht. Du denkst dir, dass er besser aussieht, als du und du verlierst wieder einen Funken Hoffnung, als du siehst, wie er ihre Hand hält. Und du siehst, wie sie ihre Hände voneinander trennen, um sie in die hinteren Hosentaschen des anderen zu stecken. Und als sie vorbei gehen, sieht er kurz hoch, sieht dich an und sagt dir damit, dass du verloren hast. Du hast alles, was du geliebt hast, verloren. Und er hasst dich, weil du sie geschlagen hast. Sie hasst dich, weil du sie geschlagen hast. Du hasst dich selbst nicht, weil du sie geschlagen hast. Du findest, sie hat es verdient. Sie hat ja dein Herz gebrochen. Du fragst dich, warum er nicht herkommt und dich schlägt. Er hat es nicht nötig. Vendetta ist nicht seine Sache. Er hat es sich überlegt, ob er dich schlagen soll, aber er wollte sich nicht auf dein Niveau begeben. Und jetzt hat er deine einzige Liebe im Arm, streichelt sie, küsst sie und du überlegst dir, was du machen könntest, um sie zurück zu gewinnen. Das denkst du dir jeden Tag.
Dann rutscht du in deinen Alltag zurück: Langeweile, Tristesse und Hässlichkeit. Du siehst dich um und den einzigen Menschen, den du siehst, bist du selbst. Im Spiegel. Du hasst diesen Anblick. Und denkst darüber nach, ob du sie je verdient hast und du weißt, dass dem nicht so ist. Du erträgst es nicht mehr und du schwörst dir: ‚Wenn ich sie das nächste Mal sehe, bringe ich sie um!’
19.8.07 23:32


Perfektion

Du überlegst und kommst zu dem Entschluss, dass alles perfekt sein sollte. Du bist verliebt, du liebst und du wirst geliebt und es ist immer dieselbe Person, um die es geht. Du glaubst ihr alles, wenn sie es sagt und du in ihren tiefen Augen versinkst. Du hast den schon verloren geglaubten Funken Hoffnung an die Liebe und deren Existenz zurück gewonnen und glaubst wieder an das Schöne, das Versprechen. Und du bemühst dich unter Leibeskräften, jedes Versprechen, das du gibst, zu halten und es gelingt dir jedes Mal, auch wenn es schwer ist. Weil du einfach alles, was der Erfüllung im Wege steht, entfernst, nur damit du ihr zeigen kannst, dass man dir Vertrauen schenken kann. Und man kann dir Vertrauen schenken, weil du einfach an keine andere mehr gedacht hast, seit dem du sie kennst. Jedes Mal, wenn du sie siehst, weißt du, dass du auch gar nicht an eine anderen denken könntest, weil sie dir einfach so viel Schönes gibt und bietet. Du denkst die ganze Zeit an sie und dein Herz rast, wenn sie anruft oder sich per SMS meldet. Du freust dich, wenn dein Handy läutet und bist fast ent-täuscht, wenn es ‚nur’ dein bester Freund ist, der sich gerade mal wieder meldet, um nach Neuigkeiten zu fragen. Und jede Neuigkeit betrifft immer sie. Du hast es jedem schon zehn Mal gesagt, dass es ihr gut geht, weil du dich einfach so freust, wenn es ihr gut geht. Du würdest echt alles für sie machen. Und du vertraust ihr, weil sie dir dasselbe Gefühl gibt. Du weißt, dass sie das Beste ist, was dir passieren hat können. Sie ist dein Netz, wenn du fällst. Sie hat dich gefunden, als du am Boden warst, hat dich aufgehoben und in die Luft gestreckt. Du weißt, dass sie das alles gemacht hat, weil sie dich liebt. Sie hat dir gesagt, dass sie dich liebt.
Und doch hast du immer Angst, dass sie dich verlässt und nicht mehr mag. Bei jedem Wort, was du sagst, passt du auf, dass sie nicht böse auf dich ist. Du gibst so Acht, aber es lässt sich halt nicht vermeiden, dass sie halt mal böse ist. Du kannst nicht einschlafen, wenn du weißt, dass sie leicht verärgert ist und du flehst um Vergebung. Manchmal denkst du dir, dass sie dich nicht mehr will. Du hasst es, wenn sie in die Locken anderer fährt und du hasst es, wenn sie dir erzählt, wer einmal ihr Traumtyp war. Du willst es nicht hören, auch wenn sie danach sagt, dass du jetzt ihr Traumtyp bist. Du hasst es, wenn sie fort ist und zu viel Spaß hat, wenn du Männerstimmen im Hintergrund hörst. Du hasst es, wenn sie fort ist und keinen Spaß hat, weil du die Schuld immer bei dir siehst. ‚Weil sie nicht mit Männern tun kann, was sie will.’ Aber dann denkst du nach und weißt, dass das ein Blödsinn ist. Weil sie dich ja liebt, wie sie sagt. Und du vertraust ihr. Auch, wenn dich die Eifersucht umbringt. Aber du liebst es zu leiden. Deswegen hast du ja so viel gelitten, bevor sie kam. Du rufst sie an, wenn sie fort ist und hörst eben diese Männerstimmen, Gegröle und Lärm. Und du verbringst zwei Stunden damit, dich zu beruhigen und rauchst, weil das hilft. Du liegst zuhause im Bett, von Sorgen geplagt und dann läutet dein Handy. Freude, Erwartung. Du siehst auf das Display und liest ihren Namen und sie weint ins Telefon. Sie sagt, sie will heim. Du zitterst, dein Herz rast und du hast so Angst, dass ihr was passiert ist, dass euch was passiert ist. Es ist was passiert, sie hat etwas verloren, sie hat keinen Spaß, ihre Freundinnen ignorieren sie. Das ist schlimm, sehr schlimm. Du wünscht dir nichts sehnlicheres, als bei ihr zu sein. Wie immer, aber doch noch stärker als sonst. Du willst ihr das Gefühl geben, dass du bei ihr bist, dass sie nicht allein ist, dass sie wunderschön ist und gebraucht und geliebt wirst. Du kaufst ihr das, was sie verloren hat, noch einmal. Du willst einfach für sie da sein. Du lenkst im Telefonat ab. Erzählst von dir und fragst sie nach schönen Dingen. Du beruhigst sie. Du sagst ihr, was sie tun kann, damit es ihr besser geht. Du versuchst einfach, da zu sein für sie. Und sie hört auf zu weinen, sie lacht sogar manchmal und du weißt, dass du ein guter Freund bist. Du gibst ihr wieder einen Grund, dass sie dir vertraut. Du fühlst dich zwar schlecht, weil es ihr nicht besonders gut geht, aber du weißt, dass sie sich sicher ist, dass du gut auf sie aufpasst. Denn das tust du. Du sagst ihr, dass du sie liebst. Das braucht sie jetzt. Sie sagt, dass sie dich auch liebt und dass sie will, dass ich bei ihr bin oder dass sie bei mir ist. Ich erzähle ihr von der Schönheit des Wiedersehens in zwei Tagen. Dass du sie festhältst und sie küsst. Und du weißt, dass alles doch perfekt ist, denn du hast eine Frau getroffen, für die du alles machen würdest. Und du weißt, dass du sie immer lieben wirst. Und wenn du früher noch gedacht hast, dass es nur wichtig ist, dass du sie liebst und nicht sie dich, dann hast du zwar noch immer recht, aber du weißt es ganz genau: würde sie dich nicht mehr lieben, würdest du gerne tot sein.
17.8.07 02:25


Just a mirror for the sun.

Just a mirror for the sun.

Und auf einmal wirst du neidisch. Du willst auch eine haben, mit der du im Gras sitzen kannst nach einer Vorlesung. Du willst auch eine haben, mit der du auf alte Gebäude starrst, während du mit ihr über Kafka und solch unnötige Themen redest. Du willst bei ihr sein, wenn es dir nicht gut geht. Du willst zu ihr sanft sagen ‚ich liebe dich’. Du willst mit ihr abends vor dem Einschlafen noch lesen und über das Erlebte reden. Doch weißt du auch Bescheid, was sein wird, wenn ihr beide einmal unzufrieden miteinander seid? Du hoffst, dass so etwas nie passieren wird. Du hoffst auf diese Art von Liebe, die auf einmal da ist und nie wieder vergeht. Du hoffst darauf, dass sie immer bei dir sein will. Du küsst sie nicht nur in den Momenten, wo dir eure Liebe bewusst wird. Aber du hoffst auf diese Momente, wenn viele Menschen sind und du siehst sie an und denkst dir, dass es niemals mehr eine Andere geben wird. Du hältst dann ihre Hand noch stärker und presst deine Finger so sehr an ihr, dass selbst ein äußerst überraschender Reflex euch nicht trennen kann. Und genauso liebst du sie auch. Egal, was kommen mag, du liebst sie. Du warst dir schon immer bewusst, dass man Menschen, wenn man sie einmal, auch nur für einen kurzen Moment liebt, immer liebt. Aber bis dahin hast du nur gemutmaßt diesbezüglich, du hattest ja keinen konkreten Bezugswert und deine Erfahrung hat das Gefühl der Liebe bislang nur als ein Gefühl, das andere haben, definieren können. Du hoffst so sehr, dass du diese eine Frau, auf die du immer gewartet hast, von der du immer geträumt hast, endlich findest. Selbst, wenn du diese Eine immer suchen würdest, dein ganzes Leben lang, würdest du trotzdem, im Alter dann vielleicht, niemals behaupten, dass du nicht glücklich gewesen wärst. Obwohl du dem Glück bisher doch immer bloß nachgelaufen bist. Aber dieses Suchen nach Glück tut man, selbst in Momenten der Verzweiflung, mit größtem Enthusiasmus und du ordnest alles dem Ziel, diese Eine zu finden, unter. Your smiling eyes are just a mirror for the sun.
Und irgendwann, wenn man sein ganzes bisheriges Leben, diesem Ziel untergeordnet hat und man sich so sehr wünscht, glücklich zu werden, dann wird man auch glücklich. Ob das nun von Vorteil oder Interesse ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Aber du bist dir sicher, dass das Suchen nach Glück glücklich macht. Du zweifelst oft daran, ob du wohl recht hast, aber das Recht selbst, glücklich zu sein, gibt dir dann immer wieder die Bestätigung. Diese Erkenntnis gibt dir die Musik, die du hörst, dass ihr beide, wenn deine Suche erfolgreich ist, sie gemeinsam hören könnt. Du suchst dir jetzt schon, vorsichtshalber ein Lied aus, dass dann als das ‚eure’ definiert wird. Du liebst diese Sehnsucht, die dir alles zu geben vermag. Du sehnst dich nach der einen Frau, du träumst von ihr. Alle deine Gedanken, egal, welcher Natur, kreisen um sie. Und dann triffst du sie. Im Moment der Verzweiflung, ob wohl deine Bemühungen nicht unnötig sind. Aber nichts ist so nötig, wie die Suche nach dem Glück, die Suche nach der Liebe.
Your smiling eyes are just a mirror for the sun.
6.11.06 20:35


Er und sie. Beide sind. Irgendwie.

Sie ist sein Deckmäntelchen, wenn er sich vor sich selbst verstecken will. Sie ist sein Wunder, wenn er nicht mehr an Wunder glauben will. Sie ist sein erster Gedanke, morgens, und sein letzter, abends, kurz vor dem Einschlafen. Sie ist für ihn wie das Onanieren für einen Jugendlichen. Ohne kein Einschlafen. Sie ist wie das erste Mal Mann sein. Sie ist für ihn einfach alles. Sie ist das gute Gewissen, das ihn vor schlechten Entscheidungen erfolgreich warnt. Sie ist wie ein Schutzengel, wenn er nicht auf das gute Gewissen gehört hat. Sie ist überall versteckt, in seinen Tränen, in seinem Lächeln, in seinem wunderbar idyllischen Alltagstrott. Sie ist wie alles, was er im Leben erreicht hat. Und sie ist das einzige, das von den erreichten Dingen, wirklich etwas wert ist.
Er ist wie das Aufgeben aller ihrer Hoffnungen auf Besserung ihrer Lebensumstände. Er ist wie das Gesicht auf Wahlplakaten, die ihr nicht einmal was versprechen und auch nicht auf sie hören würden. Er ist für sie Makkulatur und Bedrängnis. Er ist für sie wie der tausendste teure Anruf bei einem Fernsehquiz, der ohnehin nur in der subtilen und immer wiederkehrenden Bandansage gipfelt. Er ist wie ein Computervirus, der ihre wichtigsten Daten löscht. Er ist für sie das Bewusstsein, dass alles schlimmer wird, es ist es war. Er ist für sie, wie die Diagnose einer schweren Krankheit. Und er ist wie das Ende ihrer Jugend und die erste Falte in ihrem Gesicht.
Er liebt es, wenn er morgens aufsteht und ihre schlafenden Füße an seinen Füßen spürt. Er hofft jedes Mal, wenn er auf ihren Brustkorb sieht, dass er sich auf und ab hebt. Er bringt ihr, vor allem sonntags, Frühstück ans Bett und hofft, sie würde nicht nur aus Höflichkeit und Respekt vor seinen Gefühlen ‚danke’ sagen. Und er hofft bei jedem Lächeln von ihr, dass er der Grund dafür ist. Er schläft mit ihr nicht mehr so oft wie früher, aber er hat noch immer Angst, dass sie an jemand anderen denkt. Er begeht Selbstmord, denkt er sich, an dem Tag, wenn sie nicht mehr nach Hause kommt.
Sie hasst es, jedes Mal seinen verschwitzten und schlecht riechenden Körper neben ihn zu riechen. Sie hat es sich angewöhnen können, durch den Mund zu atmen während sie schläft, damit sie sich nicht ständig übergeben muss. Sie kann das, nur aufgrund der bloßen Vorstellung. Sie hasst es, wenn er so freundlich und komplimentfreudig ihr gegenüber ist. Sie weiß dann nicht, was sie davon halten soll. Sie will nicht, dass er sie streichelt und zärtlich berührt. Sie lässt es nur zu, weil sie weiß, dass ihn das sonst kränken würde. Sie hasst seine Anhänglichkeit und hofft manchmal, dass er einfach weg ist.
Er hat sie nur einmal angesehen und wusste, dass sie es ist. Er wollte nie mehr andere Lippen küssen und in anderen Augen die Tiefe messen. Er glaubte immer schon an Liebe auf frühe Blicke. Er fühlte sich wie der Mensch auf Erden, der am wenigstens sterblich war. Und im nächsten Moment hatte er Angst, dass er dies nicht lange bleiben würde. Doch als sie ‚ja’ sagte, wusste er, dass er nie wieder einsam sein würde. Davon hatte er immer schon am meisten Angst. Er hat oft Angst. Angst, um sich selbst, Angst um sie.
Sie hasst sich selbst, dass sie ihn geheiratet hat. Sie hasst diese ewig erscheinende Zeit der Ehe, diesen Missbrauch ihrer Existenz als Frau. Sie hasst ihn, vom ersten Augenblick an. Sie hasst ihn so sehr, weil sie immer das Gefühl hatte, dass er Mitleid mit ihr hatte, er ihr helfen müsse. Sie brauchte und braucht niemand, der ihr das Gefühl gibt, sie wäre nicht alleine. Das ist alles bloß sinnlos für sie. Denn Liebe ist für sie nicht viel mehr als nichts. Er begeht Selbstmord, denkt er sich, an dem Tag, wenn sie nicht mehr nach Hause kommt. Sie musste doch bloß einmal raus. You’re killing me.
25.9.06 13:42


i wandered lonely as a cloud.

ich bin gerade auf maturareise und irgendwie ist alles irgendwie. anders. oder auch ganz normal. meine verdammte verworrenheit der gedanken vermag irgendwie nicht me hr zwischen normalität oder eben abnormalität unterscheiden. normalerweise würde ich das gar nicht als allzu schlimm erachten. eigentlich wollte ich ja auf mädchenaufriss und sonstige für mich untypische dinge gehen. aber es ist so, wie es immer ist. bei mir zumindest. wenn man das erste mädchen, das einem gefällt oder, das man (noch besser?) küsst, begibt man sich irgendwie in deren abhängigkeit. obwohl sich das vielleicht etwas abstrus und auch abstrakt anhört, glaube ich im endeffekt gar nicht, dass das schlimm ist. es sind mittlerweile sogar drei mädchen, in deren abhängigkeit ich (womöglich) geraten bin. aber ich würde halt, was vermutlich sogar mein problem ist, niemals eines von denen ansprechen. ich hab sogar eine der drei, deren namen ich im unterschied zu den anderen nicht kenne, dazu gebracht, mich zu grüßen und freundlich anzulächeln. ich hab eigentlich mit ihr nur einmal kurz auf einem schiff mit ihr geredet. über den scheiß tanzstil des fotografen. naja.. ich weiß irgendwie gar nicht, was alles sinn machen soll da. ich bin jetzt, seit gestern achtzehn. und? ich bin nicht besser oder schlechter oder klüger oder dümmer. ähnlich. nicht gleich. denn man ist jeden tag anders. naja.. alles ist scheiße.

ich liebe ein mädchen. sie heißt christine. sie ist nicht da. doch. ist sie. in einem tieferen da. (nicht im meer.. hihi..)..
28.6.06 21:34


Gedanken

Am Anfang steht der Tod. Danach lange nichts. Zu lange. Keine Schönheit, kein Gefühl, kein Funkeln in keinen Augen. Weil du dich einfach leer fühlst. Und du wünscht dir nur mehr, dass du stirbst, weil du glaubst, dass der Tod dich erlöst, weil er die Antwort auf alle ungelösten Fragen ist. Und je länger du darüber nachdenkst, desto mehr verwandelt sich der Glaube daran in ein schon immer da gewesenes Wissen. Und jedes auch noch so schöne und dunkle Augenpaar, das dich ansieht, hat jegliche Bedeutung verloren. Du haltest Schönheit auch nicht mehr für existent. Früher hast du Schönheit noch ganz schön definieren können. Schön ist jemand, bei dem man wünscht, er wäre hier, wenn er nicht hier ist. Und wenn er hier ist, wünscht man sich, er wäre fort, damit man sich wünschen kann, er ist hier. Schönheit war für dich immer gleich Sehnsucht. Aber jetzt spürst du einfach gar nichts mehr. Du interpretierst in kein Augenbrauenzucken mehr die große Liebeserklärung hinein, weil du dir sicher bist, dass Liebe keine Utopie mehr ist, sondern etwas Gelebtes, mit dem man jeden Tag konfrontiert ist.
Und wenn du genau darüber nachdenkst, wünschst du dir, dass du so wärst wie früher. So verliebt und auch naiv. Aber dann bist du dir sicher, dass du schon zu lange darüber nachdenkst, was früher war, so dass du ganz vergessen hast, dass das Leben auch weitergeht, wenn man an Vergangenes denkt. Aber Leben ist für dich nichts mehr. Du siehst das Leben als einen Zustand an, so wie Schule. Du weißt, du musst dies und jenes jetzt machen, aber es ist nicht das endgültige Ziel. Denn das, so weißt du ja, ist der Tod. Und du setzt alle deine Hoffnungen in diesen Tod, weil er, wie du festgestellt hast, die Lösung ist. Und während du über deinen Tod und den allgemeinen Zerfall nachdenkst, fällt dir wieder die Vergangenheit ein. Und dir fällt viel mehr ein, als dir oft am nächsten Tag eingefallen ist. Du erinnerst dich daran, wie es war, als du zum ersten Mal ein Mädchen geküsst hast und dir fällt nach Jahren wieder der Name ein. Wie du in ihren kräftigen Armen dann eingeschlafen bist und für sie mehr mütterliche als sexuelle Gefühle hattest. Du erinnerst dich an deine erste Liebe, an den Schmerz, als sie mit deinem besten Freund dann zusammen war. Du erinnerst dich daran, wie alles, was um dich existiert hat, angefangen hat zu altern. Wie der Baum, der vor dem Haus deiner Eltern stand, immer wieder neue Blüten bekam. Jedes Jahr. Und du erinnerst dich daran, dass du geweint hast, als er zu groß wurde und abgesägt wurde. Du liegst im Bett und drückst dein Kopfkissen ganz nah an dein Gesicht, um dich zu verstecken, weil es dir peinlich ist, um einen Baum geweint zu haben. Du erinnerst dich an alles, wie es in Häusern roch, in denen du nur einmal warst. An das Gebell des Hundes, der deinen Freund fast tot gebissen hat. Und du liegst so da und weißt nicht, woran du denken sollst, damit du die Tränen aus deinen Augen bekommst. Du willst nicht weinen, obwohl keiner da ist, der dich auslachen könnte. Du denkst an den Tod. Überlegst, was wäre, wenn du heute Nacht stirbst. Und obwohl du weißt, dass es immer jemanden geben wird, der um dich trauert, bist du fest davon überzeugt, dass es gar keiner wird wissen wollen. Und auf einmal willst du weinen, denn du würdest es ungepasst finden, wenn du jetzt lachen würdest. Besser klug und leise geweint, als blöd und laut gelacht. Und du schaust auf die Uhr in deinem Zimmer und zählst die Sekunden mit und dann fragst du dich, wie du es hast aushalten können, so viele Jahre, so viele Sekunden. Und alles ist leer in dir. Und du hast Angst, dass du dich selbst verlierst. Denn du weißt, dass du das einzige bist, was du noch nicht verloren hast. Aber in deinen Gedanken bist du schon wieder ganz weit weg und verlierst dich jede Sekunde mehr.
16.5.06 21:45


bericht.

der große mann, der immer weint.
das fremde, stumme kind..

wieso gelingen mir nie solche schönen wortreihen?
naja.. jedenfalls läuft alles ziemlich gut zurzeit..
dieses gutgehen ist aber meistens nur schulisch bedingt,
ansonsten ist da schon wenig an glückseligkeit.
etwas ärger mit wichtigen personen.

himmelhohe, abgrundtiefe nacht.
5.4.06 13:46


Ende

Jetzt bist du da. Aber du bewegst dich nicht. Kein Zucken, kein Wort. Du sitzt einfach nur da und siehst mich an mit deinen dunklen Augen. Augen, so voll von sanftem Wahnsinn. Du sitzt so einsam da, obwohl nur wir beide da sind. Nur zögerlich wagst du einen neuen Blick. Und mir wird so schwer ums Herz, weil ich weiß, dass du so weit weg bist, obwohl du doch mir gegenüber sitzt. Und hätte ich einen Wunsch jetzt, würde ich mir wünschen, dass ich schwimmen könnte. Weil vielleicht könnte ich mich dann von deinem Blick lösen und ans rettende Ufer schwimmen. Was ist wirklich aus uns geworden? Sind wir wirklich nur mehr dazu bestimmt, einfach dazusitzen und uns starr anzustarren? Bleibt wirklich nichts mehr? Du hast mein Herz ausgeliebt, jetzt ist es leer. Ich werde wohl nichts mehr fühlen können. Für dich schon, aber für sonst keinen mehr. Und ich denk einfach wieder an den Tod. Ohne Wertung, dieses Mal. Ich lege all die Wünsche ihn betreffend für diesen Moment ab. Ich denke darüber nach, ob ich jetzt lächeln würde, wenn du mich küsstest. Aber das ist ja eh nicht möglich mehr. Denn du sitzt ja nur starr da und zeigst keine Regung. Du weinst nicht einmal, obwohl alles zum Weinen da wäre. Die Trennung, die Situation. Und ich wünsche mir, es wäre wieder so wie damals, als ich dich einfach angesprochen habe. Und ich habe wieder damit angefangen zu erzählen, dass es wichtiger sei zu lieben als geliebt zu werden. Aber du, und deshalb liebe ich dich, hast mich gefragt, warum dass so sei. Und ich wusste, ich muss dir eine andere Antwort geben als „weil es eben so ist“. Du wärst damit nicht zufrieden gewesen. Und ich habe dir alles erzählt, vom Sterben und vom Leben. Vom Nehmen und vom Geben. Und jetzt sitzt du einfach nur mir gegenüber und versuchst zu weinen. Aber ich habe dich so emotional ausgeleert, so liebten wir uns. Und du kannst einfach nicht mehr weinen, du kannst dich nicht mehr freuen, alles ist leer. Und ich will deine Hand nehmen. Ach, sie war ja immer so warm und sanft. Du stößt mich weg. Deine Hände waren eh kalt. Ach, ich erinnere mich noch an die erste Berührung unserer Hände. Ich gab dir eine Zigarette und ich habe mich in dich verliebt. In der Zehntelsekunde, die sich unsere Fingerspitzen berührten. Und ich hab deine Hand fast nie mehr losgelassen. Aber jetzt ist alles aus. Mit dir, dachte ich immer, könnte ich die Welt verändern. Jeden Moment. Aber ohne dich bin ich wie ein Actionfilm ohne Held, wie eine Milliarde ohne alle Nullen. Einfach nur mehr nichts wert. Aber es ist aus. Muss es sein. Aber mir fällt kein Grund ein. Es gibt auch keinen. Es muss aber aus sein. Ohne, dass jemand auch nur an Weinen denkt. Auch wenn ich damit riskiere, dass wir beide zugrunde gehen. Tun wir auch, wenn es aus ist. Aber ich hasse dich. Weil ich dich liebe.
7.3.06 13:53


27. februar..

ja.. die ferien, also die semesterferien sind jetzt vorbei.
am donnerstag war bei mir daheim eine party.
ich war dort, der ringi, der pichla, der brux und da strohmi.
was einmal generell keine schlechtbesetzte party ist.
von den charakteren her. naja..
eigentlich ist es ja so: man trinkt so zum aufwärmen mal und erzählt halt was.
wir machten es so: wir fingen gleich an zu saufen. ich am meisten. so 'johnny walker red label'. schmeckte wie tequila.
jedenfalls hab ich schon um halb zwölf gekotzt und bin dann fast verreckt.
um zwölf sind dann alle heim. der ringi hat daheim dann gekotzt. :*) das erste mal seit oktoberfest 2004. jedenfalls wars nur sehr kurz. um vier steh ich von der matratze im keller auf und torkel ins zimmer. das wars..
naja.. sonst hab ich das ganze wochenende nichts gemacht. oja.. 4:2 haben wir gegen kroisegg verloren. peinlich.. naja..
mit der eva hab ich mal geredet: "wieso hast mir ned geantwortet?" - "tut maa soo leid". "gibts einen grund dafür?" - "nein". naja.. das wars.. aber fesch war sie.
am freitag ist schitag. die steffi und vor allem auch die vanessa fahren mit. vielleicht geht was. eher nicht. aber mal schaun.. ansonsten ist alles gut. naja.. ich könnt mal was für die schule machen. ich wollt ja in den ferien mein englisch-spezialgebiet machen. keine chance. zu faul. ich hab mir lieber stundenlang eiskunstlaufen angschaut. fantastisch :*).. naja.. ich bin hier, ich bin hier und doch will ich hier nicht sein.
27.2.06 14:14


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